Wandern mit Kindern

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Velotour Sommer 2018
 
1.  Tag Landeck nach Imst ca. 22km
 
Wie in den zwei letzten Jahren wollen wir auch diesen Sommer mit unseren Zelten Richtung Donau radeln. Dieses Mal starten wir in Landeck und werden dem Inn folgen.
Wir fahren mit dem Railjet (hat nur fünf reservierungspflichtige Fahrradplätze!) nach Landeck und kommen dort am späten Nachmittag an. Beim Bahnhof fahren wir hinunter zum Inn, wo wir auf den stets gut ausgeschielderten Innradweg stossen. Es geht leicht bergab und es ist angehnehm kühl. So sind wir vor sieben beim Campingplatz Imst West. Der Campingwart ist sehr freundlich und wir stellen unsere Zelte noch vor der ersten Regenschauer auf. Leider sind einige Restaurants schon ausgebucht. So essen wir schlussendlich schlecht im Gasthaus Neuner.





2.  Tag Imst - Unterperfuss ca. 60km
Es ist bewölkt und wir packen unsere nassen Zelte zusammen. Wir machen uns auf den Weg weiter dem Inn entlang Richtung Innsbruck. Parallel zu uns auf dem Inn sind viele Schlauchboote unterwegs. Der Inn ist hier noch wild und schön anzusehen. Bei Löckpuit an einer Innschleife mit Brätelstellen machen wir Pause und essen Wurst und Brot, das wir bei einem Bauern kaufen konnten. Weiter geht es oft leicht auf und ab Richtung Stams. Dort verlassen wir den Innradweg und besuchen das Kloster. Dort essen wir auch in der Orangerie. Leider schmeckt auch hier das Essen mehr nach Conveniencefood als nach selber gekocht.
Wir fahren weiter und decken uns - es ist Sonntag - in einer Tankstelle mit Getränken und Schockolade ein. Die Wolken verschwinden und es wird heiss. In Tiegental werden wir zum ersten Mal bei einem Campingplatz abgewiesen. Wahrscheinlich sind Kinder und Fahrräder hier nicht willkommen. Wir ruhen uns auf dem nahen Schulhausspielplatz aus und fahren weiter nach Unterperfuss, wo wir unkompliziert auf dem Campingplatz zelten dürfen. Wir essen nicht im grossen Restaurants des Campinplatzes sondern im sehr feinen Gasthof Inntal.





 
3.  Tag Unterperfuss - Weer ca. 42km
Ohne Morgenessen fahren wir von Unterperfuss nach Völs, wo wir im Spar und in einer Bäckerei tüchtig einkaufen. Am Inn essen wir dann unser Frühstück und fahren weiter nach Innsbruck. Beim olympischen Dorf machen wir bei einem Spielplatz die nächste längere Pause. Heute fahren wir noch bis Weer. Dort hat es ein schon fast voller Campingplatz, der viel Aktivitäten für Kinder anbietet. Es ist ein schöner Abend und wir Picknicken auf dem Dorfplatz, wo es ruhiger ist, als auf dem Camping und wo es Bänkchen zum sitzen hat, die auf dem Camping fehlen.


 
4.  Tag Weer - Reintalersee 33km
 
Heute ist es heiss. Nachdem wir uns im Mpreis von Weer verpflegt haben, radeln wir dem Inn entlang Richtung Jenbach. Nachdem wir in Jenbach in der feinen Bäckerei Kappeller uns für den "Znüni" eingedeckt haben, fahren wir wieder runter zum Inn und machen an einer Sandbank länger Rast. Nach dieser Rast fahren wir in einer Bruthitze nach Rattenberg. Dort entscheiden wir, hinauf zu den Campingplätzen am Reinsee zu fahren. Da der erste Campingplatz kein direkter Zugang zum See hat, fahren wir noch weiter bis zum Campingplatz Seehof, wo wir einen schönen Platz bekommen. Nachdem wir die Zelte aufgestellt haben, baden wir im See und geniessen den Nachmittag.


 

5.  Tag Reintalsee - Einödsee ca. 50 km
 
Heute geht es von Badess zu Badesee und das ist gut so, denn es ist heiss. Vom Reintalsee fahren wir auf einer doch recht stark befahrenen Strasse hinunter nach Kundl. Dort nehmen wir wieder den Inntalradweg und umfahren mit ihm etwas ungewollt Wörgl. So kaufen wir dann in einem Spar in Kirchbüchl ein und essen unser "Znüni" auf einem schattigen Spielplatz im nahe gelegenen Birchwang. Nach kühler Rast unter den Bäumen geht es nun meist auf dem Damm entlang nach Kufstein. Nach einer Pause geht es wieder auf dem Dann (ohne Schatten) dem nun stets gestauten Inn entlang. In Reisach überqueren wir den Inn und sind somit in Deutschland. Weiter auf dem Damm fahren wir bis zum Camping Innntal am  Einödsee. Der Weg vom Damm zum Camping ist nur ein schmaler Trampelpfad und etwas abenteuerlich. Dunkle Wolken veranlassen uns schnell die Zelte aufzustellen - das Gewitter verzieht sich aber wieder und wir bleiben trocken. Der Einödsee ist ein sehr kühler See. Er wird vom kalten Innwasser gespiessen. Trotzdem tut ein Bad in ihm nach dem heissen Tag sehr gut. Am Abend essen wir ausserordentlich fein im Campingrestaurant.


 

 

6.  Tag Einödsee - Simssee ca. 42km
Auch heute fahren wir zu einem See. Da wir etwas genug haben vor dem ewigen Dammweg fahren - der Damm ist häufig nicht geteert und voll der Sonne ausgesetzt - verlassen wir in Rosenheim den Inn und fahren ostwärts zum Simssee. Leider sind wir heute etwas vom Pech verfolgt. Zuerst reist uns ein Schaltkabel und kurz darauf bricht die Deichsel des Anhängers weg. So suchen wir einen Fahrradgeschäft, was sich etwas zieht. Auch der holprige Weg entlang des Simssees braucht unsere Kräfte in der Hitze sehr. Die Zeltwiese auf dem Campingplatz Stein ist voll und bietet nur wenig Schatten. Dafür ist man schnell im kühlen See.



 
7.  Tag Simssee - Chiemsee (Seebruck) ca. 27km
Wir essen noch die Resten vom eingekauften Znacht und machen uns dann auf den Weg zum Chiemsee. Heute wollen wir es ruhig angehen, war gestern doch ein anstrengender Tag. Via Mauerkirchen fahren wir nach Westernach, wo wir auf den Chiemseefahrradweg stossen. Dem folgen wir nun. Im Strandbad Breitbrunn machen wir eine ausgiebige Rast. Wir baden, kaufen Pommes und lesen die Zeitung. Danach fahren wir weiter nach Seebruck. Dort entscheiden wir uns für den Campingplatz Kupferschmiede. Der Camingwart ist sehr nett und trotz den vielen Leuten sind die Toiletten sehr sauber. Heute ist Seenachtsfest in Seebruck. Viele Leute sind am flachen Strand, der nur ein paar Schritte vom Camping entfernt ist. Wir grillen und geniessen am Abend das tolle Feuerwerk.



 
8.  Tag Chiemsee (Seebruck) - Tittmoning ca. 50km
 
Wieder fahren wir zu einem Badesee. Leider haben wir heute keine Karte dabei und versuchen es mit Googlemaps. Wir verlassen aber oft die vorgeschlagene Route und folgen den regionalen Radwegen, was einiges sicherer ist, aber viel Zeit in Anspruch nimmt bzw. ein stetes auf und ab ist. Zuerst fahren wir via Seon Seebruck, Lochen nach Trostberg. Von dort immer auf ausgeschilderten, verkehrsarmen Strassen hinauf nach Engertsham. Dort machen wir im nahen, kühlen Wald Pause. Heute ist es brutal heiss. Nach der langen Pause geht es weiter stets auf und ab durch eine sehr ländliche vom Tourismus verschonte Region. In Tittmoning decken wir uns im EDEKA mit Getränken und Esswaren ein, die wir dann bei der Stadtmauer von Tittmoning zu uns nehmen. Frisch gestärkt besuchen wir dann das Stadtfest von Tittmoning.
Später stossen wir unsere Velos zum Schloss hoch. Es ist sehr steil! Vom Schloss folgen wir dem beschilderten Radweg zum Leitgeringer See. Der Weg ist sehr holprig und in der Hitze eine Qual. Der Campingplatz ist voll. Der Besitzer lässt uns aber auf der Vorwiese eines abwesenden Dauercampers zelten. Nachdem wir die Zelte aufgeschlagen haben, nehmen wir ein Bad im tollen Badesee.
 


 
9.  Tag  Tittmoning - Bad Füssing ca. 75km
 
Da wir keine Brötchen kaufen können (am Sonntag gibt es auf dem Camping kein Brötchenservice) und wir gestern schlecht eingekauft haben, sind wir an diesem Sonntagmorgen ziemlich hungrig. Schnell packen wir unsere Zelte zusammen und machen uns auf den Weg Richtung Burghausen. Am Morgen ist es noch kühl und wir kommen gut voran - nur leider müssen wir auch hier wieder von der direkten Googleroute abweichen. Das Verkehrsaufkommen ist auf den vorgeschlagenen Routen viel zu hoch. In Burghausen finden wir eine offene Bäckerei, wo wir uns viele Köstlichkeiten einkaufen - und besonders viele Getränke.
Nachdem ausgiebigen Brunch fahren wir hinunter zur Salzach und stossen unsere Velos hoch nach Duttendorf. Von nun an sind wir wieder auf dem signalsierten - meist sehr sicherem Innradweg. Auf dem Damm auf Kieswegen fahren wir nach Braunau dem Geburtsort von Hitler. Hier suchen wir ziemlich lange nach einer Möglichkeit Getränke für die Weiterfahrt einzukaufen und werden dann endlich bei einem Kebab fündig. Wir kaufen sieben Liter ein. Sau teuer! Wir bleiben weiter auf der östereichischen Seite und radeln in der Hitze Inn abwärts. In Kirchdorf haben wir unsere Getränke leer getrunken und kehren im Marienhof ein. Wir essen auch etwas. Das Restaurant ist sehr zu empfehlen.
Nach dieser Rast nehmen wir die letzten Kilometer unter die Räder. Wir fahren zum Kur und Feriencamping Max. Er ist speziell. Das Publikum alt. Es hat nur Wohnmobile. Eine Hochspannungsleitung knistert ob dem Badeteich. Der uns zugewiesene Platz ist steinig - keine Wiese. Eigentlich gar nichts für Velofahrer. Wir mieten ein Privatbad, das wir sehr geniessen und die Kinder mögen auch den Badeteich.
Da es weiterhin so heiss ist, legen wir trotz dem speziellen Campingplatz eine Ruhetag ein. Wir schlafen, solange es im Zelt auszuhalten ist und gehen am Nachmittag in die Badi, die aber total überfüllt ist.



 
10.  Tag Bad Füssing - Passau - Schiff - Engelhartszell - Inzell (Donauschlinge) ca. 58km
 
Von Bad Füssing nach Passau sind es knapp 40km. Wir verlasen den Camping schon kurz nach acht, um einerseits bei noch einigermassen angenehmen Temperaturen zu fahren und um anderseits das Schiff um zwölf Uhr in Passau zu erreichen. Der Radweg verläuft immer dem Inn entlang. In Schärding kaufen wir uns ein reihhaltiges Frühstück ein, das wir auf dem Stadtplatz essen. Weiter geht es dem Inn entlang ins hübsche Passau, das wir schon vom letzten Jahr her kennen.
In Passau nehmen wir bis Engelhartszell das Schiff um der Mittagshitze zu entfliehen. Die Velomitnahme ist problemlos. Der Innenraum ist schön klimatisiert und wir geniessen die Fahrt.
In Engelhartszell erschlägt uns gleich wieder die Hitze und wir machen beim Kloster schon die nächste Rast. Etwas gestärkt radeln wir der Donau entlang. Teils müssen wir die Strasse benützen, was die heutige Fahrt noch anstrengender macht. In Schlögen wollen wir auf den Terassencamping. Wir sind sehr durstig und erschöpft. So gehen wir gleich ins dazugehörende Restaurant.  Wir werden unfreundlich begrüsst und dann sehr schlecht bedient. Unsere Tischnachbarn werden sogar des Restaurants verwiesen. Wir beschliessen hier nicht zu nächtigen und fahren zum nächsten Camping nach Inntell, was sich als Glücksfall erweist. Er ist der schönste und feinste Camping unserer Tour. Wir baden in der Donau und geniessen das feine Essen (auch Frühstück) das uns dort serviert wird.



11.  Tag Innzell (Donauschlinge) - Linz - Asten ca 75km
 
Die Sonne lacht und wir verabschieden uns nur ungern von dem schönen Campingplatz. Immerhin werden wir mit einme sehr schönen Radwegstück der Donau entlang entschädigt. In Aeschen an der Donau decken wir uns mit Getränken und Lebensmittel ein. Beim Brandstettersee machen wir Rast und beobachten die Lastschiffe auf der Donau.
In Ottensheim überqueren wir die Donau mit einer Fähre und machen dort bei einem Spielplatz Pause. Auch heute ist es wieder sehr heiss. Vor Linz ist die Hitze fast nicht mehr auszuhalten. In Linz machen wir im Donaupark eine lange Pause bis in den späten Naachmittag hinein. Kurz vor sechs brechen wir wieder auf. Es ist nach wie vor heiss, aber mit dem Fahrwind geht es einigermassen. Verschwitzt kommen wir nach ca. 20 Kilometer beim Zeltplatz Ausee an. Hier stellen wir die Zelte auf und nehmen noch ein kühlendes Bad im Badesee.
Wir beschliessen hier gleich zwei Nächte zu bleiben und das Strandleben etwas zu geniessen.
   


 
12.  Tag Asten – Linz ca 23km
 
Nach unserem Ruhetag müssen wir heute um elf den Zug in Linz erwischen. Wir brechen zum letzten Mal die Zelte ab und fahren nun die Donau wieder hoch nach Linz. Wir staunen über die vielen Velofahrer die uns entgegenkommen. WIr können kaum nebeneinander fahren. Um elf besteigen wir den Zug. Es wird durch die Sperrung der Arlbergline wieder eine beschwerliche Heimreise...
 


 




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