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Velotour Sommer 2023
Brandenburg
 1.Tag: Leipzig nach Machern ca. 22km
 
Mit dem ICE kommen wir am Nachmittag in Leipzig an. Zuerst verlassen wir mit Googel via dem schönen Lene Voigt Park die tolle Stadt, die wir letztes Jahr besucht haben. Danach folgen wir den Fahrradwegweisern Richtung Machern. Das klappt ziemlich gut - nur eine Autobahn müssen wir etwas mühsam überqueren. In Machern kaufen wir in einem Aldi ein und fahren dann zum Campingplatz Lübüscher Teiche, der uns gut gefällt, obwohl wir zuerst angeschnauzt werden, da wir erst nach 18.00 eintreffen...


 
 
 
2. Tag: Machern - Mühlberg/Elbe ca. 60km
 
Google und Radfahrerwegweiser führen uns heute zur Elbe. Wir finden meist gute Radwege und sind abseits des Verkehrs. Ist uns eine Strasse Mal zu fest befahren, fragen wir Googel nach einer anderen Route oder schauen auf der Karte welches Dorf wohl das nächst beste wäre. Unsere Route führt uns über Wuchern (feine Bäckerei am Ortsrand die auch am SOnntag offen ist) Hohlburg, Schildau, Belgern. Von Belgern führt uns ein radweg nach Neussen und dann an die Elbe - das ginge wohl auch schneller. Der Camping an der Elbe ist nicht wie erwartet voll. Das Personal isr freundlich und wir nehmen noch ein Bad im schönen Altarm/See der Elbe.

 
 
3. Tag Mühlberg - Ortrand 63km
 
Nachdem wir uns in einem EDEKA eingedeckt haben, machen wir uns auf den Weg Richtung Osten. Die Bewertungen und die Homepages der Campings an den Lausitzerseen haben uns nicht so angemacht, daher wollen wir zum Camping in Ortrand fahren, der ja abseits der Seen liegt und weniger attraktiv für Urlauber erscheint. Leider war dann der Camping sehr voll und nichts besonderes. Ortrand würden wir nicht mehr anfahren.
In Brandenburg gibt es die Knotenpunkt Wegweiser für Radfahrer. Ein tolles System an das wir uns die nächsten Tage oft halten. Wir fahren zuerst Richtung Bad Liebenwerda . besser wäre Elsterwerda gewesen - wie auch immer - die Landschaft ist hier schön und der Weg das Ziel. VOr Liebenwerda treffen wir auf die Schwarze Elster, der wir nun auf dem Radweg Rund um Brandenburg folgen. Die Radwege in Brandemberg sind in der Regel super - gut ausgeschildert, kaum oder kein Verkehr und guter Belag. WIr folgen dem Weg bis Blessa, wo wir in einem kleinen Laden einkaufen. Danach folgen wir den Knotenpunkten hinunter nach Ortsrand zum Camping, der nicht überzeugt - dafür hat es neben dem Camping ein schönes fast leeres Freibad.


 
 
4. Tag: Ortsrand Casel 55km
 
Nachdem wir vom Camping in Ortsrand etwas enttäuscht waren, fahren wir nun doch hoch zu den Lausitzer Seen. Wir folgen weiter dem Radweg rund um Brandenburg. Dieser führt uns durch Föhrenwälder, Weiden und Felder nach Senftenberg. Von dort geht es auf einem super Weg einem See entlang. Bei Neuseeland verlassen wir den Brandenburgradweg und fahren mit Google/Radwegbeschilderung nach Altöbern, damit wir noch einkaufen können. Wir verfahren uns prompt und müssen umkehren - wir haben wohl ein Fahrradzeichen übersehen. Von Altöten geht es dann auch auf Strasse zum Camping Camp Casel, der mit super sauberen Sanianlagen und einem schönen See punktet. Der Stellplatz zwischen den Camperbusen hat uns weniger gefallen.
 



5. Tag: Casel - Forst (Lausitz) ca. 62km
Nach einer angenehmen Nacht packen wir wieder routiniert unsere Zelte zusammen und machen uns auf den Weg Richtung Neisse bzw. Forst an der Neisse. Wir lassen uns wieder mehr oder weniger von dem Knotenpunktsystem leiten - machen dadurch etwas einen Zick Zack Kurs sind aber so immer auf tollen Fahrradwegen. Am Stadtrand von Cotbus kaufen wir ein und machen Pause. Danach geht es weiter Richtung Forst. Hier übernachten wir auf dem tollen Campingplatz Camp Keune. Er ist auf Radfahrer ausgerichtet. Wir waren nur drei Parteien - jede hatte ein Wiese für sich. Auch kann man dort in einer grossen Scheune kochen und essen, was wir auch gemacht haben. Der Camping ist sehr zu empfehlen - eine Voranmeldung ist dort notwendig.




6. Tag: Forst Neuzelle 67km

Heute sollte Abend sollte es stark regnen. Auf dem deutschen Wetterapp wird gewarnt. Wir entscheiden uns heute in einem Hotel zu übernachten - es wäre wohl nicht nötig gewesen - wir haben Wetterglück.
Vom Camping ist es ein Kilometer zum Oder Neisse Radweg, dem wir nun folgen. Er ist super ausgeschildert und meist haben wir super Belag. Uns gefällt er besser als der Donau-, Weser-, Rhein-, etc. Radweg. Vielleicht profitieren wir auch von den schlechten Schlagzeilen, die die Oder im letzten Jahr gemacht hat, den wir sind meist alleine auf dem Radweg unterwegs.
Der Radweg folgt meist dem Lauf des Flusses, der auch die Grenze zu Polen bildet. Hier gibt es noch viel Natur. Wir fahren heute bis Neuzelle, wo wir im Klosterhotel nächtigen. Die Homepage verspricht mehr als es ist - dafür ist das Essen dort sehr köstlich (teuer für Deutschland). Hier zu Essen ist sehr zu empfehlen.




7. Tag: Neuzelle Zeschdorf ca. 60 km

"Leider" hat es in der Nacht nur wenig geregnet und unsere Nacht im Hotel hat sich eigentlich nur kulinarisch gelohnt. Nach einem eher dürftigen Frühstück fahren wir wieder zurück zum Oder Neisse Radweg, der einfach alle Wünsche erfüllt. Wir folgen ihm weiter flussabwärts. Wir sehen auf dem Fluss keine Schiffe. Ein zwei Mal passieren wir Industrieruinen mit kleinen Hafen. Auch sehen wir immer wieder Schafherden mit Schutzhunden - sie sind aber immer gut eingezäunt. Der Fluss hat hier viel Platz und die Natur ist noch recht wild. In Frankfurt an der Oder machen wir in einem Kaffee eine weitere Pause und beschliessen den Camping in Zeschdorf anzufahren. Zuvor kaufen wir noch in einem REWE ein. Plötzlich müssen wir westwärts fahren. Wir merken nun wie stark der Wind bläst. Wir kommen kaum vom Fleck. Das ist mühsam und frustrierend.
Dafür checken wir wieder in einem idyllischen Camping mit See ein. Wir stellen unsere Zelte am See unter Bäumen auf und sind für uns. Wunderbar.



8. Tag: Zeschdorf Kienitz ca 50km

Nach einem weiteren Schwumm im See verlassen wir etwas traurig den schönen Campingplatz. Bald sind wir wieder auf dem Oder Neisse Radweg - auch auf dieser Etappe durch den landschaftlich schönen Oderbruch beeindruckt - kein motorisierter Verkehr, feiner Belag, schöne Landschaft, kaum Leute.
Der Westwind hat weiter angezogen. Die Windräder drehen sich fleissig. Der Wind bringt auch Wolken mit sich. Nach dem Mittagspauee unter alten Bäumen verdunkelt sich der Himmel immer mehr und wir beschliessen den Camping beim Gasthaus "Zum Hafen" anzufahren. Wir sind durstig und bestellen uns erst Mal Speiss und Trank. Kurz darauf geht ein starker Regenschauer nieder. Nach einer guten Stunde hört der Regen wieder auf. Einer von uns fährt noch in den 7 km entfernten EDEKA und kauft das Nachtessen ein.
Die Campingwiese ist gross und es hat schöne Bäume. Wir sind quasi für uns. Besonders hat uns auch das Frühstück im Saal des Gasthauses.





9. Tag: Kienitz Schwedt/Oder ca. 65km

Gleich neben dem Gasthaus "Zum Hafen", wo wir hervorragend gefrühstückt haben, verläuft der Oder Neiesse Radweg. Wir folgen ihm weiter. Weidende Pferde auf Halbinseln am Fluss, Schafherde in den Auen und die alten Bäume gefallen uns sehr.
Heute ist Sonntag und es hat etwas mehr Leute unterwegs als sonst. Unter Bäumen machen wir die erste Pause. Der Wind plagt uns wieder, da wir nun gen Westen fahren. Bei Hohenwutzen haben wir einen Unfall. Ein Pfosten steht mitten im Weg. Ein Purzelbaum auf die Strasse, einige Schürfungen und kaputte Satteltaschen - es hätte schlimmer sein können. Nach einer Pause und mit Kabelbinder fixierten Taschen setzen wir unsere Reise fort. Wenigstens haben wir jetzt nur noch Seitenwind und kommen etwas besser voran. In Schwedt zelten wir auf dem Campingplatz der Gemeinde. Er ist etwas klein und nicht sehr charmant - aber sehr saubere Sanianlagen und freundliche Leute.




10. Tag: Schwedt Seehausen (Uckermark) ca. 50km

Nachdem wir wegen einem uns schon länger plagendem Insektenstich das Spital in Schwedt (sehr freundlich, hilfsbereit und schnell!) beschliessen wir trotz Wind Richtung Prenzlau zu fahren.
Zuerst verfahren wir uns mit Googel das erste Mal gründlich. Immer wieder will Google über das Raffinieregelände führen. Dieses ist aber für Normalsterbliche gespeert. Nach einer Stunde geben wir uaf und fahren nochmals ins Zemturm und folgen der L 166. Die hat zuerst ein Fahrradweg, der dann aber wieder endet - so folgen wir trotz allem wieder Googel. Googel führt uns nach Heinersdorf und dann über Feldwege und Waldpfade, die immer schlechter werden nach Passow. Der Wind bläst stark und Regen liegt in der Luft. Zimelich agbekämpft kommen wir am frühen Nachmittag in Passow an. Hier decken wir uns in einem kleinen Laden mit Lebensmittel und Getränken ein. Beim Bahnhof finden wir einen Fahrradwegweiser mit den Knotenpunkten von Brandenburg. Diesen Punkten wollen wir nun folgen. Zuerst machen wir aber Pause.
In der Pause entscheiden wir uns wegen dem angesagten Regen und den heutigen Strapazen die Nacht im Hotel zu verbringen und "nur" noch bis Seehausen zu fahren. Wir sind zwar froh nun auf einem Fahrradweg zu sein, der gut beschildert und meist asphaltiert ist, aber der der Gegenwind ist grausam. Flach kämpft man, geht es bergab ist es immer noch anstrengend und hinauf müssen wir stossen.
Seehausen übernachten wir im Bäumi Hof, der uns etwas enttäuscht. Preis Leistung stimmt hier nicht.




11. Tag: Zehna Oehna ca. 25km

Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen zusammen und fahren zum nahen Bahnhof. Die Wetterapp spricht heute von einem Wintersturm über Norddeutschland mit viel Wind und Regen. Auch soll es in den nächsten Tagen weiterhin viel Westwind geben. So nehmen wir den Zug, der uns in Südwesten von Brandenburg bringt. Die Fahrt mit der Bahn ist günstig. Der S-Bahnabschnitt von Bernau nach Potsdamer Platz ist aber anstrengend. Die S Bahn ist schon ab Bernau sehr voll und wir stören mit unseren Velos im Stadtverkehr.
In Zehna (zuerst wollten wir Lutherstadt Wittenberg fahren) steigen wir aus und decken uns erst Mal mit Lebensmittel in einem EDEKA ein. Wir haben Hunger.
Nachher nehmen wir den gut ausgeschilderten Berlin Leipzig Radweg. Er führt uns zum genialen Fläming Skate. Hier radelt man auf feinstem Asphalt und fast immer auf Fahrradstrassen. So ein toller Radweg hatten wir noch nie! Der einzige Nachteil ist, dass man mit dem Radweg sein Ziel nichtimmer direkt erreicht. Häufig führt der Weg schön über Wiesen oder durch duftende Wälder.
In Oehna biegen wir zum Schwimmbad ab, das leider geschlossen ist, da es heute hier anscheinend viel geregnet hat - unterdessen scheint die Sonne. Der Camping - etwas unfreundlich aber ok - liegt gleich neben dem Schwimmbad.




12. Tag: Oehna Schwerin ca. 75km

Wir haben kaum noch Nahrung und Brötchen gibt es hier nicht. So packen wir unsere Zelte zusammen und fahren auf dem tollen Radweg nach Jütebog. Ausgehungert plündern wir ein grossen EDEKA und eine Bäckerei. Im nahen Schlosspark essen wir ein spätes Frühstück. Danach geht es wieder auf den tollen Fläming Skate. Wir profitieren nun auch von Rückenwind und kommen gut voran. Auf den perfekten Fahrradstrassen fahren wir nach Baruth/Mark. Wir sind durstig und hungrig. Im Schloss Baruth gibt es feines Eis. Wir werden sehr freundlich bedient und sind guten Mutes noch das letzte Stück vom heutigen Tag hinter uns zu bringen, auch wenn der Wind nun von der Seite kommen wird.
Wir lassen uns einmal mehr von Google leiten- bzw. verleiten. Im Wald zwischen Baruth und Teupitz verirren wir uns regelrecht. Google berechnet immer wieder neue Routen auf Waldpfaden die auch für uns nicht mehr zu befahren sind. Der Wind rauscht bedrohlich in den Bäumen und schwarze Wolken ziehen über den Himmel. Glücklicherweise treffen wir ein Paar mit Hunden und kind an, dass und nach einer guten Stunde Irrfahrt weiterhelfen kann. Immerhin sind wir bald auf befahrbaren Waldstrassen und wir sind dann sehr glücklich Autos und Häuser zu sehen. Von Teupit machen wir noch einen unnötigen Umweg (wir wollen auf befestigten Strassen bleiben) über Halbe zum Yoga Camping Tonsee. Die Website verspricht mehr als der Camping hält. Wir waren auf idylischeren Campings. Immerhin kann hier jede*r so sein, wie es ihr, ihm gefällt. Das wäre nicht auf allen Campings, die wir dieses Jahr besucht haben, ohne wieiteres möglich gewesen. Nach einem Bad im See und einem kargen Nachtessen gehen wir schlafen. Kurz daurauf beginnt es zu regnen.



12. Tag: Schwerin Blankenfelde/Mahlow 60km

Auch hier gibt es keine Brötchen - so brechen wir, unsere dank dem Wind rasch trocknende Zelte, zusammen und fahren zur nächsten Bäckerei beim Gross Köris Bahnhof. Nachdem doch sehr alternativen Camping mit nicht so tollen Sanitäranlagen, wollen wir heute wieder einen modernen Camping besuchen. Auch wollen wir heute kein Google mehr fragen und halten uns wieder an das Knotenpunktsystem von Brandenburg. Wir fahren via Motzen, Mittenwalde zum südlcihen Rand des Flughafen Schönefeld. Dem folgen wir nun westwärts und der Wind bläst wieder brutal von vorne. Via Glasow fahren wir nach Blankenfelde - Mahlow, wo wir auf den Camping Malowersee einchecken. Zuerst versuchen wir uns am Pizzaautomat. Erst danach stellen wir die Zelte auf. Das hätten wir nicht machen sollen - während dem Aufstellen beginnt es in Strömen zu regnen... Zum Glück hört der Regen auch wieder auf. Wir nehmen noch ein Bad im nahen kleinen See und fahren dann nach Mahlow, wo wir in der Trattoria Sicilia hervorragend essen.



12. Tag: Blankenfelde/Mahlow - Belrin Hauptbahnhof ca 25km

In der Nacht regnet es nochmals. Am Morgen scheint wieder die Sonne nur leider hat jetzt der WInd nachgelassen. Trotzdem gelingt es uns, unsere doch sehr nassen Zelte zu trocknen und einzupacken.
Relativ spät machen wir uns auf den Weg Richtung Berlin Hauptbahnhof. Nicht weit vom Camping stossen wir auf den Mauerradwewg. Dem folgen wir nun einige Kilometer. Eindrücklich was die Natur zurückgeholt hat. Irgendwann haben wir genug von den nicht befestigten Wegen und wir verlassen den Mauerweg und fahren nach Berlin hinein, was problemlos geht. Auch hier wird an die Fahrradfahrer gedacht. Per Zufall treffen wir auf den Brietzer Garten, als wir Hunger haben. Nach kurzem Hin und Her beschliessen wir den Eintritt für die Parkanlage zu bezahlen. Es lohnt sich! Eine sehr schöne Anlage.
Gut erholt fahren wir weiter Richtung Zentrum. Es wird immer lebendiger und voller. Nach dem Brandenburgertor bricht uns ncoh ein Gepäckträger, den wir behelfsmässig mit Kabelbinder fixieren - aber es ist ja nciht mehr weit bis zum Bahnhof...



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